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Hörspiel

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05.03 Uhr

Heimatspiegel

Aus dem Studio Franken: Aktuelle Informationen und Volksmusik 6.00Nachrichten, Wetter, Verkehr
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07.00 Uhr

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07.05 Uhr

Heimatspiegel extra

Der Ochse hat einen eigenen Feiertag Warum der Pfingst-Ochs Pfingstochs heißt Altbayerische Anmerkungen zu einem Feiertags-Brauch Von Regina Fanderl Ochsen waren wichtig in der frühen bayerischen Landwirtschaft. In manchen Ländern der Welt sind sie es noch heute. Im Gegensatz zum unkastrierten männlichen Rind, dem Stier, ist der Ochse friedfertig und gutmütig und lässt sich als Zug- und Arbeitstier einsetzen. Der Pfingstsonntag war früher auch für das Rindvieh ein Feiertag. Am Pfingstsonntag wurde es erstmals auf die Weidegetrieben. Ein Fest für Mensch und Tier. Das Leittier, der Ochse, wurde für dieses Ereignis festlich geschmückt - mit bunten Bändern, mit Blumen und Stroh. Und deshalb sagt man noch heute über ein prahlerisch gekleidetes Mannsbild: Aufputzt is er wieder wiara Pfingstochs! Ein Heimatspiegel extra mit Erkenntnissen und altbayerischen Anmerkungen zum Thema Pfingst-Ochs von Regina Fanderl.
423 Hörer

08.00 Uhr

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08.05 Uhr

Katholische Welt

Fußball-EM auf Kosten der sozial Schwachen? Im Schatten des Stadions Die vergessenen Menschen von Kiew Von Antje Dechert Das Spiel, das Menschen verbindet! Ein ukrainischer Werbeslogan für die Fußball-Europameisterschaft 2012, die dort und in Polen Anfang Juni beginnt. Ein Satz, der den Enthusiasmus zeigt, mit dem viele Ukrainer dem großen Sportereignis entgegenfiebern - der aber auch über eine Tatsache hinwegtäuscht: nämlich, dass die EM in der Ukraine auf Kosten der sozial Schwächsten stattfindet.Das behaupten verschiedene Hilfswerke. Denn um das Fußball-Event zu finanzieren, hat die Regierung Gelder verwendet, die eigentlich in den Unterhalt sozialer Dienstleistungen fließen sollten. Von der sozialen Notlage betroffen, sind vor allem Kinder, Alte und Menschen mit Behinderung oder Krankheiten wie HIV. Diesen Menschen am Rand der schönen Stadionkulissen kommt diediesjährige Pfingstaktion des Osteuropa-Hilfswerks Renovabis zugute. Antje Dechert hat einige Hilfs-Projekte in Kiew besucht.
375 Hörer

08.30 Uhr

Evangelische Perspektiven

Stephan Krawczyk und Luther Singe nicht nach fremdem Munde! Der Bürgerrechtler Stephan Krawczyk entdeckt sein Herz für Luther Von Uwe Birnstein Obwohl nicht gläubig, trat der Liedermacher Stephan Krawczyk zu DDR-Zeiten oft in Kirchen auf: Sie waren die einzigen Orte, an denen offen das Regime kritisiert werden konnte. Krawczyk wurde zu einer Schlüsselfigur der Bürgerrechtsbewegung. Anfang 1988 wurde er aus der Isolationshaft in den Westen abgeschoben. Erst seit ein paar Jahren entdeckt Krawczyk den christlichen Glaubenals positive Kraft. In dem Reformator Martin Luther erkennt er mehr und mehr einen Weggefährten; mit ihm eint ihn die Liebe zur Freiheit wie zur deutschen Sprache. In einem Liederzyklus widmet sich Krawczyk mal poetisch, mal raubeinig, dabei immer unkonventionell erfrischend, den Lebensthemen Martin Luthers. Die Sendung porträtiert den Querdenker und Musiker StephanKrawczyk und beleuchtet dessen Beitrag zum Gedenkjahr Reformation und Musik.
454 Hörer

09.00 Uhr

Nachrichten, Wetter

1530 Hörer

09.05 Uhr

orange - Das Feiertagsmagazin

580 Hörer

10.00 Uhr

Nachrichten, Wetter

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10.05 Uhr

Feiertagsbeilage

Mit Gregor Hoppe Wiederholung um 17.05 Uhr
13 Hörer

11.00 Uhr

radioTexte - Das offene Buch

Ernst Augustin: Robinsons blaues Haus (4/5) Ernst Augustin: Robinsons blaues Haus (4/5) Eine Robinsonade zwischen Mecklenburg und Südsee Lesung mit Wolfgang Hinze Folge 5: Pfingstmontag, 28. Mai 2012, 11.00 Uhr Ein Mann ist auf der Flucht, zwischen Grevesmühlen, London und Südsee. Ein Mann in den Nischen der Gesellschaft, in den Zwischenräumen des Lebens. Ein Flüchtender seit Kindertagen, seit ihn Mitschüler mit ihren Machtspielen malträtierten und der Vater, ein Banker, von Ort zu Ort versetzt wurde, mit Geldköfferchen auf geheime Mission ging, schließlich feines Tuch trug und einenMaybach fuhr, bevor er zusammenbrach. Sein Erbe ist schmutziges Geld und der Motor für die lebenslange Odyssee des Sohnes, die mit der Kindheit in Mecklenburg beginnt, in einer Südsee-Bar auf Fidschi oder Tuvalu oder sonst wo endet und einen großen Bogen schlägt vom kleinstädtischen Alltag zu indischen Märchen, Robinsonade und südpazifisches Seemannsgarn inbegriffen.Zum Beispiel die Geschichte vom Shoeshine-Boy, der Käptn Kuks rassistische Tiraden stoisch erduldet, bis Robinson einen Ausweg findet. Robinson, nennt sich der Erzähler, seit er einmal einen Chatroom durch's Höllentor betreten hat. Aber seine Identität wechselt immer wieder, und sein Freitag bleibt vorerst unerkannt und könnte jeder und überall sein. Robinsons blaues Haus ist ein Lebensroman mit phantastischem Potential, der auf heitere Weise Fragen von Leben und Tod verhandelt. Wolfgang Hinze führt, so viel sei vorweg genommen, mit Teil vier der Lesung in die Südsee. Ernst Augustin, Jahrgang 1927, war Arzt und Psychiater, in München, Berlin und Afghanistan. Seit 40 Jahren lebt er in München und zunehmend in seinerDunkelwelt, wie er sagt, seit er vor drei Jahren erblindete. Nun erzählt er die Fabel eines modernen Robinson, der sich auf seinen Lebensinseln letzte Freiräume schafft. Moderation: Cornelia Zetzsche
436 Hörer

11.30 Uhr

Bayern 2 - radioMusik

anspruchsvoll - entspannt - weltoffen
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12.00 Uhr

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12.05 Uhr

Zeit für Bayern

Wo komm ich her - wo gehör ich hin? Ahnenforschung in Bayern Von Regina Fanderl Immer mehr Mitmenschen begeben sich auf die Suche nach ihrer Herkunft, nach den Wurzeln ihrer Familie, nach ihren Vorfahren. Sie forschen auf eigene Faust oder organisieren sich in Vereinen, die sich eigens zu diesem Zweck gegründet haben. Während die Suche nach der familiären Vergangenheit früher fast nur Adelige umtrieb, stöbern heute breite Schichten, vor allem auch jüngereLeute, in Kirchenbüchern oder Standesämtern. Fotos, Urkunden, Tagebücher, Sterbebilder, Pfarrbücher und Dokumente von Großeltern, Urgroßeltern und weiterer Verwandter sind der Grundstock für eine die eigene Familienforschung . Mittlerweile erleichtern genealogische Netzwerke im Internet die Suche erheblich. Auf Verwandtschaftsportalen sind Millionen Dokumente in Sekundenzugänglich. Dennoch muss der Hobbygenealoge allerhand lernen: Alte Ausdrücke genauso, wie genealogische und archivalische Fachbegriffe. Was sind Scharwerke oder Zehente, was entspricht einem Gulden in heutiger Währung und wie ist deutsche Schrift zu entziffern? Der Hobbyforscher darf keine Scheu vor Pfarrämtern haben, die seit dem 16. Jahrhundert Kirchenbücheroder Pfarrmatrikeln über alle Taufen, Trauungen und Sterbefälle führen. Manch einer macht dabei unerwartete Entdeckungen: Eine Urgroßtante aus niederbayerischem Kleinadel vielleicht oder gar einen Vetter dritten Grades, der wegen schweren Raubes einige Zeit in Haft verbrachte. Für Wissenschaftler kommt der Trend zur Familienforschung nicht von ungefähr. Je verworrener die globalisierteWelt, umso größer die Sehnsucht, Licht ins private Dunkel zu bringen, desto spannender das Unternehmen, die eigene Geschichte zu erzählen - in der Erkenntnis, dass Vorfahren einen Teil der eigenen Identität darstellen. Regina Fanderl erzählt in ihrem Feature, von Menschen, die der Faszination der eigenen Geschichte erlegen sind.
752 Hörer

13.00 Uhr

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624 Hörer

13.05 Uhr

Breitengrad

Ultraorthodoxe in Israel Die israelischen Ultraorthodoxen Einblick in eine vormoderne Welt Von Sebastian Engelbrecht Wenn es nach den ultraorthodoxen Juden in Israel geht, müssen Frauen in Bussen hinten sitzen. Gesichter von Frauen auf Plakaten sind für sie inakzeptabel. Im Dezember bespuckten Ultraorthodoxe in Beit Schemesch ein 8-jähriges Mädchen, das ihrer Meinung nach nicht züchtig gekleidet war. Der Einfluss der Ultraorthodoxen in Israel wächst spürbar. Mitten im modernen Staat Israelbeanspruchen sie immer mehr Raum für sich. Raum, in dem ihre rigiden Regeln gelten sollen. Heute gehören zehn Prozent der Bevölkerung zu den streng Religiösen. Sie leben, als hätte es Aufklärung und Demokratie nie gegeben, große Teile der Ultraorthodoxen lehnen den Staat Israel und den Zionismus ab. Eine Reportage von Sebastian Engelbrecht.
795 Hörer

13.30 Uhr

Bayern - Land und Leute

Bayerische Temperamente (1) Temperamente weiß-blau 1) Die Festspiele Von Thomas Kernert Sanguiniker sind dynamisch, kreativ und sonnig. Auch wenn sie mitunter zu unkontrollierten Handlungen und Exzessen neigen, erfüllen sie das Plansoll des idealen, spätkapitalistischen Menschen voll und ganz. Um ihr sonniges Gemüt in Zaum zu halten, gibt es Solarien, Fitnessstudios und Großkonferenzen oder -kongresse, auf denen sie sich nach Herzenslust in ihrer sanguinischenHerrlichkeit suhlen können. Sehr beliebt bei glamourösen Sanguinikern sind darüber hinaus Festspiele und Festivals jeglicher Art. Bayern gehört diesbezüglich zu den üppigsten Regionen der Welt. Bereits seit 1875 gibt es die Münchner Opernfestspiele, seit 1876 die Bayreuther Festspiele. Die Hofer Filmtage sind Legende, das Jazzfestival von Burghausen ein Muss für jeden Connaisseur. Nicht vergessenwerden dürfen selbstverständlich auch die Calderon-Festspiele in Bamberg, die Landshuter Hofmusiktage, die Burgfestspiele in Neunußberg sowie das Würzburger Mozart-Fest. Auch wenn Würzburg und Mozart so gut wie nichts miteinander zu tun hatten und haben, bietet die dortige Residenz doch einen herrlichen Rahmen zur routiniert-gepflegten Selbstdarstellung. Für Sanguinikerunwiderstehlich, denn Sanguiniker sind - so Thomas Kernert - rahmensüchtig.
577 Hörer

14.00 Uhr

Nachrichten, Wetter

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14.05 Uhr

radioMikro

Lesung von Timo Parvela Maunz und Wuff Ab 6 Jahren Von Timo Parvela Mit Sonja Beißwenger BR 2012 Maunz ist eine Katze und Wuff ein Hund. Die beiden leben in einem kleinen Haus mit blauen Fensterläden auf einem Hügel. Die beiden sind natürlich miteinander befreundet, obwohl, sie haben wirklich sehr unterschiedliche Interessen. Wuff ist ein richtiges Arbeitstier, tagaus tagein arbeitet er im Gemüsegarten oder am Haus, schließlich muss alles seine Ordnung haben. Maunz dagegenverträumt die Tage gerne, und lässt ihrer Phantasie dann freien Lauf. Am liebsten überredet sie Wuff, eine ihrer verrückten Ideen in die Tat umzusetzen. Und gleich beim ersten Abenteuer, einem Fahrradausflug zum Mond, kann sie froh sein, den Hund an ihrer Seite zu haben.
1276 Hörer

15.00 Uhr

Nachrichten, Wetter

1530 Hörer

15.05 Uhr

radioMitschnitt

Roger Cicero Bayern 2-Konzerthighlights Aufnahme des Konzerts von Roger Cicero am 27. März 2012 in der Münchner Philharmonie
594 Hörer

16.00 Uhr

Nachrichten, Wetter, Verkehr

624 Hörer

16.05 Uhr

Feiertags-Feuilleton

Geheimnisse Vom Redaktions-, Amts- und Briefgeheimnis Von kleinen versteckten Dingen zum Geheimnis des Glaubens Jeder Mensch hat irgendein Geheimnis, das er nur seinem besten Freund oder der Freundin anvertraut - und damit meistens auch dem Rest der Welt. Und mit den Geheimdiensten ist das auch so eine Sache. Was ist ein Geheimnis? Kann man es wirklich bewahren ? Vom Redaktions - Amts -und Briefgeheimnis, von kleinen versteckten Dingen zum Geheimnis des Glaubens. Und natürlich spieltder Verrat dabei auch eine wichtige Rolle.
558 Hörer

17.00 Uhr

Nachrichten, Wetter, Verkehr

624 Hörer

17.05 Uhr

Feiertagsbeilage

Mit Gregor Hoppe Wiederholung von 10.05 Uhr
13 Hörer

18.00 Uhr

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18.05 Uhr

Klingende Schatzkammer: Das Schallarchiv des Bayerischen Run

dfunks (1/2) Das Haus der tausend Zauberflöten Musikalische Momente, literarische Leckerbissen, Hörspiele, Fund- und Klangstücke Von Friederike Haupt Teil 2: Pfingstmontag, 28. Mai 2012, 18.05 Uhr Zum jährlichen Tag der Archive im März wird es geöffnet und erlaubt dann kurz Einblick ins akustische Gedächtnis Bayerns. Aber was verbirgt sich wirklich darin? Das kann man nicht sehen, das muss man hören: Einmal eintauchen in die Welt des Schallarchivs, das der Bayerische Rundfunk seit über acht Jahrzehnten aufbaut. In der ersten Folge unserer akustischen Erkundung entdecken wirOriginaltöne, Uraufführungen, seltsame Geräusche, einmalige Hörspiele und die ersten Musikaufnahmen, die überhaupt je im Radio produziert und archiviert wurden. 1931 kam die weltweit erste Opernübertragung live aus Bayreuth vom Bayerischen Rundfunk. Die Wiedereröffnung des Konzertlebens nach der Stunde Null im Münchener Prinzregententheater wurde am 8. Juli 1945gesendet. Und das berühmte Nachkriegshörspiel Draußen vor der Tür von Wolfgang Borchert wurde 1948 neuinszeniert. Was davon ist erhalten? Ein halbes Jahrhundert Hörspielkunst lagert im Archiv, ebenso die Anfänge der Lach-und Schieß-Gesellschaft. Im Schallarchiv kann man aber auch das historische Pausenzeichen vom Alten Peter wiederentdecken, die Geheimnisse um dierekonstruierten Posaunen des Tutanchamun lüften, oder vietnamesischen Bergvölkern beim Bambusgongspiel zuhören. Die neuesten Aufnahmen, produziert mit hochmoderner Technik, und historische Dokumente müssen gleichermaßen jederzeit abrufbar sein. Die Archivare, unsere Hüter der Klänge, beherrschen heute jeden Handgriff, vom Schnürsenkel-Auflegen, also vom guten altenRundfunkband bis zum Mausklick in die digitale Klangwelt. Aber wie findet man die jeweils passendste Aufnahme der Zauberflöte unter tausenden?
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19.00 Uhr

Nachrichten, Wetter

1530 Hörer

19.05 Uhr

Zündfunk extra

Exil: Balkan Beat Box meets Jeffrey Eugenides 19.05Passionsspiele Legendäre Typen und Lieblingsklassiker der Zündfunk-Redaktion Heute: Jeffrey Eugenides Mit Katja Huber 20.00Nachrichten, Wetter 20.05Musikalische Exilanten - Vom Umgang mit der musikalischen Identität in der Fremde Von Noe Noack Internet: www.bayern2.de/zuendfunk Was ist der Sinn des Lebens? Wofür brennt der Mensch? Wonach soll er streben? Die großen Fragen des Lebens ändern sich nicht, meint Jeffrey Eugenides, und deshalb wundert er sich auch, dass moderne Romane sich diesen Fragen kaum noch stellen. Eugenides selbst stellt sie mit geradezu beängstigender Regelmäßigkeit, nämlich, genau wie sein Freund und Rivale Jonathan Franzen,alle neun Jahre: 1993 mit den Selbstmord-Schwestern, 2002 mit Middlesex, 2011 mit seinem jüngsten Roman Liebeshandlung. In ihm kreist er um fast schon tolstojeske Fragen: Kann Liebe einen Menschen retten oder heilen? Wie kann der Mensch zu Gott finden, vorausgesetzt es gibt ihn? Jeffrey Eugenides gehört mit seinem Gesamtwerk von gerade mal drei Romanen und einpaar Kurzgeschichten zu den vielstimmigsten Autoren der Gegenwart und arbeitet bereits an seinem nächsten Roman, mit der beruhigenden Überzeugung, dass auch noch im Jahr 2020, in acht Jahren, eine gut erzähltes Werk für Furore sorgen kann. Wiederholung vom 01.01.2012 Musik, die Kulturkreise zusammenbringt, Lebensentwürfe kombiniert oder Blickwinkel kreuzt, bringt mitunterspannende Ergebnisse hervor. Etwa die Musik des US-Amerikaners Zach Condon, der als 'Beirut' mit und in seiner Musik schon immer an seine Sehnsuchtsorte in Osteuropa geflüchtet ist und erst mit seinen ersten Tourneen wirklich an diese Orte kam. Oder die Musik Oran Kaplan und Tamir Muskat, die in Israel aufgewachsen sind und in New York mit ihrer Band 'Balkan Beat Box'Klezmer-Musik mit Dancehall-Reggae, Hip Hop und Tanzmusik vom Balkan verbinden. Solche Entwürfe eint vor allem eines: Spaß am Experiment, das nicht sperrig klingen muss, sondern aus unterschiedlichen Ecken der Welt das Beste zu vereinen sucht.
931 Hörer

21.00 Uhr

Hörspiel

Joseph Roth: Das Spinnennetz (1/2) Das Spinnennetz (1/2) Von Joseph Roth Mit Martin Carnevali, Norman Hacker, Lena Lauzemis, Bernd Moss, Steven Scharf und Thomas Thieme Komposition: Jakob Diehl Bearbeitung und Regie: Katja Langenbach BR 2012 Ursendung Teil 2: Pfingstmontag, 28. Mai 2012, 21.00 Uhr Joseph Roths erster Roman Das Spinnennetz beschreibt den unaufhaltsamen Aufstieg der Faschisten im Deutschland der 20er Jahre. Als enttäuschter Kriegsheimkehrer findet sich der ehemalige Leutnant Theodor Lohse nicht mehr zurecht. Zerbrochen sind seine Träume vom militärischen Triumph und seine Hoffnungen auf eine herausragende gesellschaftliche Bedeutung. Stattdessen lebter in ärmlichen Verhältnissen als Jurastudent und Hauslehrer bei einem reichen jüdischen Juwelier in Berlin. Sein Ehrgeiz treibt ihn schnell in die Arme einer rechtsradikalen Geheimorganisation, für die er zunächst als einer von vielen Spitzeln arbeitet. Endlich wieder einer klaren Führung verpflichtet, geht er über Leichen, um seine Aufgaben zu erfüllen, übereifrig, getrieben von der Angst vor dereigenen Unzulänglichkeit und Kleinheit. Morde und militärische Kameradschaftlichkeit, Denunziation, ideologiefreies Kalkül und Paktieren mit politischen Gegnern sowie die Heirat in den deutschen Adel verschaffen ihm in der Folge eine Machtposition. Doch trotz seines gesellschaftlichen Aufstiegs findet Theodor keine Ruhe und leidet unter Verfolgungswahn. Angst und Selbstzweifeldominieren ihn bis zum Schluss, er wird nicht erlöst von dem ihn ewig quälenden Ehrgeiz, unter dem eine große innere Leere liegt. Joseph Roth beschreibt mit Theodor Lohse und den ihn umgebenden Menschen die deutsche Identitätssuche nach dem 1. Weltkrieg. Theodor ist ein Mensch ohne Halt in einer Gesellschaft der radikalen Gegensätze zwischen Nationalsozialisten undKommunisten, Bürgertum, Adel und Proletariat, Hunger und Überfluss, Militarismus und kultureller Avantgarde, Spitzelwesen und lautstarken nationalen Studentenbewegungen, Antisemitismus und aufkeimender Demokratie, zwischen Gewalttätigkeit und Amüsierlust, zwischen Fortschritt und Reaktion. In dieser verwirrenden, explosiven gesellschaftlichen Gemengelage glaubt Theodorletztlich an nichts und niemanden außer an sich selbst und sein Emporkommen. Einzig entscheidend ist, auf der Seite der Gewinner zu stehen. So mausert sich Theodor Lohse zum wichtigen Funktionär im sich anbahnenden nationalsozialistischen Deutschland. Das Spinnennetz erschien als Fortsetzungsroman vom 7.Oktober bis 6. November 1923 in der Wiener Arbeiterzeitung und nahm damit die Ereignisse desHitlerputsches, der sich nur wenige Tage nach dem letzen Abdruck ereignete, auf prophetische Weise vorweg. Joseph Roth (1894-1939), österreichischer Schriftsteller und Journalist. Beginn eines Germanistikstudiums in Wien, 1916 Kriegsdienst, 1917 Versetzung in den Pressedienst. Nach dem ersten Weltkrieg journalistische Tätigkeit. 1933 Emigration nach Paris. Werke u.a. HotelSavoy (1924), Hiob. Roman eines einfachen Mannes (1930), Radetzkymarsch (1932). Hörspieladaptionen u.a. Radetzkymarsch (WDR/SWF 1962), Hotel Savoy (DLR/ORF 1994), Hiob (NDR/DLR 1999),Die Geschichte der 1002. Nacht (DLR/ORF 2009), Flucht ohne Ende (MDR 2010).
400 Hörer

22.00 Uhr

Nachrichten, Wetter

1530 Hörer

22.05 Uhr

Nachtstudio

Trilogie vom Ende der Kunst (1/3) Trilogie vom Ende der Kunst: Multiple Joyce Fast alles zu James Joyce in 18 Kapiteln Von Andreas Ammer Teil 2: Pfingstmontag, 28. Mai 2012, 22.05 Uhr Die Kunst starb einstmals viele Tode: Auf jeweils eigene Art haben James Joyce als Schriftsteller, John Cage als Komponist und Marcel Duchamp als bildender Künstler die kunsthistorische Entwicklung eines Jahrtausends zu einem logischen Ende gebracht. Weil daraus große Kunst entstand, sind sie paradoxerweise die vermutlich folgenreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts geworden. Indiesem Jahr wären James Joyce 130, Marcel Duchamp 125 und John Cage 100 Jahre alt geworden. Andreas Ammer produzierte für den BR in den 1990er Jahren drei Material-aufwändige Sendungen über das Gesamtwerk dieser Künstler. Der besondere Umgang mit Originaltönen, die Transparentmachung der Abläufe - sein spezielles Radiohandwerk machte der vielfach ausgezeichneteAutor Andreas Ammer in diesen Produktionen bereits eindeutig hörbar. Auf Multiple Joyce. Fast alles zu James Joyce in 18 Kapiteln folgen Wörterkästen. Cage in Words (28.5., 22.05 Uhr) und, als letzter Teil der Trilogie vom Ende der Kunst, Made in Duchamp (Dienstag, 29.5., 20.03 Uhr). Mehr noch als alle anderen Dichter hat James Joyce (1882-1941) seinen Lesern dieWahl gelassen, wie man sich seinen Texten nähern sollte. Andreas Ammer wählt jene episodische Form, die Joyce seinem Ulysses zugrunde gelegt hat: In 18 stilistisch stark unterschiedlichen Kapiteln werden rätselhafte Anekdoten vom letzten wahren Dichter erzählt oder anekdotische Rätsel aus dem Spätwerk hörbar gemacht. Was, Herr Professor, ist ein innerer Monolog? Was machteJoyce am 16. Juni 1904? Was bedeutet die Zitronenseife in Blooms Hosentasche? (BR 1991)
989 Hörer

23.00 Uhr

Nachrichten, Wetter

1530 Hörer

23.05 Uhr

Nachtmix

1352 Hörer

00.00 Uhr

Nachrichten, Wetter

1530 Hörer

00.05 Uhr

Nachtsession

Musik aus realen und imaginären Filmen Cinemix Musik aus realen und imaginären Filmen Mit Harry Lachner Ein Mix für Cineasten und all jene, die es noch werden wollen: Die beste Filmmusik, sagt man, sei die, die man nicht bewusst wahrnimmt; die also, die die emotionale Macht der Bilder subtil verstärkt. Das mag in gewissen Fällen auch zutreffen. Dennoch funktionieren viele Soundtracks, die sich nicht mit der einfallslosen Zusammenstellung von Popsongs zufrieden geben, auch ohne Bilder -Musik, die für sich selbst genügend evokative Kraft entfaltet, oder die auf originelle Weise mit Klängen und Geräuschen spielt. Klassiker der Soundtracks wie Ennio Morricone oder Nino Rota finden sich hier in dieser filmischen Nachtsession neben Musikern aus dem aktuellen Rock- und Jazz-Bereich, die - vom Album-Druck befreit - ihrer Phantasie freien Lauf lassen können. Zwischen die realenSoundtracks paßt sich dann auch das eine oder andere Stück ein, das sich für einen Film erst noch entdecken lassen muß.
902 Hörer

02.00 Uhr

Nachrichten, Wetter

1530 Hörer

02.03 Uhr

Das ARD-Nachtkonzert (II)

Carl Maria von Weber: Preziosa, Ouvertüre (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Wolfgang Sawallisch); Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonia concertante Es-Dur, KV 297 b (Stefan Schilli, Oboe; Jörg Widmann, Klarinette; Marco Postinghel, Fagott; Christian Lampert, Horn; Cappella Istropolitana: Volker Schmidt-Gertenbach); Christoph Willibald Gluck: Il Parnaso confuso, Arieder Erato; La clemenza di Tito, Rezitativ und Arie der Vitellia aus dem 2. Akt (Cecilia Bartoli, Mezzosopran; Akademie für Alte Musik Berlin: Bernhard Forck); George Onslow: Nonett (ensemble initium); Felix Mendelssohn Bartholdy: Symphonie Nr. 5 D-Dur - Reformation (Gewandhausorchester Leipzig: Kurt Masur)
197 Hörer

04.00 Uhr

Nachrichten, Wetter

1530 Hörer

04.03 Uhr

Das ARD-Nachtkonzert (III)

Antonio Vivaldi: Triosonate F-Dur, R 70 (Francesco D'Orazio, Alessandro Tampieri, Violine; L'Astrée: Giorgio Tabacco); Darius Milhaud: Symphonie Nr. 7 (Radio-Sinfonieorchester Basel: Alun Francis); Georg Friedrich Händel: Suite g-Moll, HWV 432 (Ragna Schirmer, Klavier)
94 Hörer

04.58 Uhr

Impressum

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