Wut ... Bürger Vernetzt denken Hörspiel von Pia Hierzegger Regie: Anouschka Trocker Mit: Bettina Kurth, Martin Engler, Bernhard Schütz, Florian Steffens, Max Woithe, Merten Schroedter, Eva Meckbach, Fritz Hammer, Felix von Manteuffel, Leslie Malton, Christina Ertl-Shirley Ton: Andreas Stoffels Produktion: DKultur 2012 Länge: 38"23 (Ursendung) Onkel Donald wohnt mit Freundin Therese und seinen drei Neffen auf dem Land. Jeden Tag geht er über die letzte schöne Wiese weit und breit zur Arbeit. Eines Tages trifft er dort einen Landvermesser - die Wiese, auf der schon Donalds Oma das Skifahren gelernt hat, soll bebaut werden. Donald will die Wiese retten: Die Dinge gehören denen, die sie lieben. Doch der Bezirksvorsteher weist ihn ab, Liebe zählt hier nicht. Als das neue Haus höher werden soll als alle umliegenden, verweigert er eine Überprüfung der Baugenehmigung. Onkel Donald beschließt die Feindschaft mit dem neuen Bauherren und trinkt zuviel. Therese verlässt ihn, ein Neffe verliebt sich in die zukünftige Nachbarstochter und der andere Neffe wird Anhänger einerpseudopolitischen Verschwörungstheorie. Aus Ohnmacht, Zumutungen und engen Horizonten entwickelt sich eine Katastrophe. Vernetzt denken
Montag 00:05 Uhr
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Der Besuch des Leibarztes (1/2) Nach dem gleichnamigen Roman von Per Olov Enquist Hörspielbearbeitung: Valerie Stiegele Mit: Hans Peter Hallwachs, Ulrich Matthes, Andreas Pietschmann, Felix von Manteuffel, Dietmar Mues, Catrin Striebeck, Friedhelm Ptok u.a. Regie: Walter Adler (Produktion: NDR/SWR 2002) Als Physikus und Armenarzt von Altona revolutionierte er die Medizin, und in Dänemark hätte er fast eine friedliche politische Revolution zuwege gebracht: Graf Struensee, Aufklärer, Freidenker, Humanist. 1768 beordert man ihn an den dänischen Hof, wo er Christian VII. betreuen soll. Eine unbarmherzig- strafende Erziehung hat aus dem einstigen Kronprinzen einen stammelnden, verstörten Monarchen gemacht. Christian fasst schnell Zutrauen. Während er sich mehr und mehr in seine Innenwelten zurückzieht, überträgt er Struensee fast alle politische Macht. (Teil 2, Pfingstmontag, 28. Mai, 18.20 Uhr)
Sonntag 18:20 Uhr
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Die Ballade vom Wiener Schnitzel Von George Tabori Radiobearbeitung und Regie: Jörg Jannings Komposition: Klaus Buhlert Mit Detlef Jacobsen, Gerry Wolff, Therese Affolter, Hermann Lause, Anton Rattinger u.a. Ton: Peter Kainz DLR Berlin 1996/64"26 Morgenstern, der jüngste Kritiker Wiens, hat einen Albtraum. In einem exklusiven Restaurant warten Gäste und Wirt Hermann auf die Preisvergabe des Kronawitter Guide. Hermann hofft vergeblich auf einen Stern für sein Wiener Schnitzel. Die schleimende Untertänigkeit von Gästen und Wirt verwandelt sich schlagartig in antisemitische Aggressionen. Die Ballade vom Wiener Schnitzel
Sonntag 18:30 Uhr
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Die besten Live-Konzerte: Die Toten Hosen - Gloria-Theater Köln
Sonntag 19:00 Uhr
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26. Internationales Jazzfestival St. IngbertIda Sand Quartett -The Gospel TruthAufnahme vom 31. März 2012 in der Industriekathedrale Alte Schmelzmit Thomas Kreutzer
Sonntag 20:30 Uhr
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Joseph Roth: Das Spinnennetz (1/2) Das Spinnennetz (1/2) Von Joseph Roth Mit Martin Carnevali, Norman Hacker, Lena Lauzemis, Bernd Moss, Steven Scharf und Thomas Thieme Komposition: Jakob Diehl Bearbeitung und Regie: Katja Langenbach BR 2012 Ursendung Teil 2: Pfingstmontag, 28. Mai 2012, 21.00 Uhr Joseph Roths erster Roman Das Spinnennetz beschreibt den unaufhaltsamen Aufstieg der Faschisten im Deutschland der 20er Jahre. Als enttäuschter Kriegsheimkehrer findet sich der ehemalige Leutnant Theodor Lohse nicht mehr zurecht. Zerbrochen sind seine Träume vom militärischen Triumph und seine Hoffnungen auf eine herausragende gesellschaftliche Bedeutung. Stattdessen lebter in ärmlichen Verhältnissen als Jurastudent und Hauslehrer bei einem reichen jüdischen Juwelier in Berlin. Sein Ehrgeiz treibt ihn schnell in die Arme einer rechtsradikalen Geheimorganisation, für die er zunächst als einer von vielen Spitzeln arbeitet. Endlich wieder einer klaren Führung verpflichtet, geht er über Leichen, um seine Aufgaben zu erfüllen, übereifrig, getrieben von der Angst vor dereigenen Unzulänglichkeit und Kleinheit. Morde und militärische Kameradschaftlichkeit, Denunziation, ideologiefreies Kalkül und Paktieren mit politischen Gegnern sowie die Heirat in den deutschen Adel verschaffen ihm in der Folge eine Machtposition. Doch trotz seines gesellschaftlichen Aufstiegs findet Theodor keine Ruhe und leidet unter Verfolgungswahn. Angst und Selbstzweifeldominieren ihn bis zum Schluss, er wird nicht erlöst von dem ihn ewig quälenden Ehrgeiz, unter dem eine große innere Leere liegt. Joseph Roth beschreibt mit Theodor Lohse und den ihn umgebenden Menschen die deutsche Identitätssuche nach dem 1. Weltkrieg. Theodor ist ein Mensch ohne Halt in einer Gesellschaft der radikalen Gegensätze zwischen Nationalsozialisten undKommunisten, Bürgertum, Adel und Proletariat, Hunger und Überfluss, Militarismus und kultureller Avantgarde, Spitzelwesen und lautstarken nationalen Studentenbewegungen, Antisemitismus und aufkeimender Demokratie, zwischen Gewalttätigkeit und Amüsierlust, zwischen Fortschritt und Reaktion. In dieser verwirrenden, explosiven gesellschaftlichen Gemengelage glaubt Theodorletztlich an nichts und niemanden außer an sich selbst und sein Emporkommen. Einzig entscheidend ist, auf der Seite der Gewinner zu stehen. So mausert sich Theodor Lohse zum wichtigen Funktionär im sich anbahnenden nationalsozialistischen Deutschland. Das Spinnennetz erschien als Fortsetzungsroman vom 7.Oktober bis 6. November 1923 in der Wiener Arbeiterzeitung und nahm damit die Ereignisse desHitlerputsches, der sich nur wenige Tage nach dem letzen Abdruck ereignete, auf prophetische Weise vorweg. Joseph Roth (1894-1939), österreichischer Schriftsteller und Journalist. Beginn eines Germanistikstudiums in Wien, 1916 Kriegsdienst, 1917 Versetzung in den Pressedienst. Nach dem ersten Weltkrieg journalistische Tätigkeit. 1933 Emigration nach Paris. Werke u.a. HotelSavoy (1924), Hiob. Roman eines einfachen Mannes (1930), Radetzkymarsch (1932). Hörspieladaptionen u.a. Radetzkymarsch (WDR/SWF 1962), Hotel Savoy (DLR/ORF 1994), Hiob (NDR/DLR 1999),Die Geschichte der 1002. Nacht (DLR/ORF 2009), Flucht ohne Ende (MDR 2010).
Sonntag 21:00 Uhr
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Hörspiel in der Diskussion Hörspiel nach H. G. Wells Bearbeitung: Howard Koch / Klaus Schöning Mitwirkende: Sprecherin ... Eva Garg Orson Welles / Prof. Pierson ... ... Jürgen Thormann 1. Ansager ... Dieter Thoma Carl Philipps ... Christian Brückner Fremder ... Gert Haucke 2. Ansager ... Lothar Dombrowski und ... Robert Seibert Regie: Klaus Schöning Übersetzung: Robert Schnorr (WDR 1977) Am 30. Oktober 1938 wurde von der amerikanischen Rundfunkgesellschaft CBS in der Regie von Orson Welles ein Hörspiel gesendet, das in exemplarischer und extremer Weise die Möglichkeit demonstrierte, mit Hilfe des Radios Realität und Fiktion zu verwischen. Eine Wiederholung von The War of the Worlds in den USA führte 1971, wie berichtet wird, erneutzu
Sonntag 22:05 Uhr
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Trilogie vom Ende der Kunst (1/3) Trilogie vom Ende der Kunst: Multiple Joyce Fast alles zu James Joyce in 18 Kapiteln Von Andreas Ammer Teil 2: Pfingstmontag, 28. Mai 2012, 22.05 Uhr Die Kunst starb einstmals viele Tode: Auf jeweils eigene Art haben James Joyce als Schriftsteller, John Cage als Komponist und Marcel Duchamp als bildender Künstler die kunsthistorische Entwicklung eines Jahrtausends zu einem logischen Ende gebracht. Weil daraus große Kunst entstand, sind sie paradoxerweise die vermutlich folgenreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts geworden. Indiesem Jahr wären James Joyce 130, Marcel Duchamp 125 und John Cage 100 Jahre alt geworden. Andreas Ammer produzierte für den BR in den 1990er Jahren drei Material-aufwändige Sendungen über das Gesamtwerk dieser Künstler. Der besondere Umgang mit Originaltönen, die Transparentmachung der Abläufe - sein spezielles Radiohandwerk machte der vielfach ausgezeichneteAutor Andreas Ammer in diesen Produktionen bereits eindeutig hörbar. Auf Multiple Joyce. Fast alles zu James Joyce in 18 Kapiteln folgen Wörterkästen. Cage in Words (28.5., 22.05 Uhr) und, als letzter Teil der Trilogie vom Ende der Kunst, Made in Duchamp (Dienstag, 29.5., 20.03 Uhr). Mehr noch als alle anderen Dichter hat James Joyce (1882-1941) seinen Lesern dieWahl gelassen, wie man sich seinen Texten nähern sollte. Andreas Ammer wählt jene episodische Form, die Joyce seinem Ulysses zugrunde gelegt hat: In 18 stilistisch stark unterschiedlichen Kapiteln werden rätselhafte Anekdoten vom letzten wahren Dichter erzählt oder anekdotische Rätsel aus dem Spätwerk hörbar gemacht. Was, Herr Professor, ist ein innerer Monolog? Was machteJoyce am 16. Juni 1904? Was bedeutet die Zitronenseife in Blooms Hosentasche? (BR 1991)
Sonntag 22:05 Uhr
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Kabarettforum Salzburger Stier 2012&Der Deutsche Preisträger:&Fritz Eckenga Ein Wort liebt das andere &Gestaltung: Doris Glaser Fritz Eckenga ist ein wahrer Liebhaber der deutschen Sprache. Seine Spezialität sind absurd-komische Alltagsgeschichten, die er mitunter auch zu Lyrik verarbeitet. &Legendär ist Fritz Eckenga, Jahrgang 1955, eigentlich schon seit den 1970er- Jahren. Als Mitbegründer und Hauptdarsteller sorgte er mit dem musikalischen Kabarett-Projekt Rocktheater N8schicht auf den Bühnen des Ruhrgebietes und im Fernsehen für Furore; seit vielen Jahren ist er aber auch als Solist unterwegs. Der Dortmunder gilt als Meister des wohlklingenden Paarreims, den er gerne benutzt, um überraschend neue Zusammenhänge herzustellen. Er beherrscht virtuos die geschliffenen Wendungen der Regionalsprache. Seine Lebensklugheit erinnert an die Erich Kästners. Von vielen wird er als der einzige legitime Nachfolger Robert Gernhardts gehandelt. In Saarbrücken wird er mit dem Salzburger Stier 2012 für Deutschland ausgezeichnet.
Sonntag 22:35 Uhr
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