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DRS 2

Hörspiel DRS 2

In Zungen: «Dederisch für alle» von Frank Naumann Naumanns Fiktion ist verblüffend: Sophia S., eine junge Journalistin, stösst bei Recherchen in den ehemaligen Rundfunkstudios der DDR auf Unterlagen und Tondokumente eines 1974 gegründeten Instituts für kreative Linguistik und damit auf die Geschichte eines wohl einzigartigen Experiments: Das Institut sollte «mittelfristig die Amtssprache Deutsch durch eine eigene, noch zu schaffende Nationalsprache ersetzen». Es ging darum, zu erforschen, ob man Kindern eine noch nicht existierende Kunstsprache als Muttersprache anerziehen kann, um mit dieser die sozialistische Gesinnung noch tiefer zu implantieren. Mit Roland Hemmo (Dr. Ulrich Weihmann, Assistent), Johann Hermann Schein (Dr. Dieter Schubert, Linguist), Petra Hinze (Irina Stroyny, Dolmetscherin), Thomas Neumann (Ralf Lassow, Funktionär) u. a.Regie: Steffen Moratz - Produktion Mitteldeutscher Rundfunk, 2009 - Dauer: 54"29%26quot;
Mittwoch 20:00 Uhr

Bayern 2

radioKrimi

Alexander Brabandt: Auf der anderen Seite Max Neubauer Robert Gallinowski Tom Jagosch Torben Kessler Hanno Fries Jürgen Thormann Jochen Reich Udo Schenk Ferner: Julia Brabandt, Christian Koerner, Frank Arnold, Stefanie Schönfeld, Eva Kryll und andere Regie:Alexander Brabandt MDR 2011 Wiederholung am Donnerstag, 21.03 Uhr Maximilian Neubauer hat sich für ein paar Tausend Euro an einen Radiosender verkauft. Seitdem heißt er nur noch Max, und überall in seiner Wohnung hängen Mikrofone. Stellvertretend für drei Millionen Arbeitslose legt er den Hörern seinen Alltag offen. Zu guter Letzt schickt ihn der Sender zur Bundesagentur für Arbeit: Wir zeigen den Leuten, was da läuft, und in sechs Monaten ist deren Image da, wo"s hingehört! Im Eimer! Und das dank Ihnen! Sagt der Sendeleiter. Doch die Talkrunde, die sein Leben kommentiert, macht Max zum Quotentrottel. Bis zu dem Tag, an dem einer der Talkgäste aufsteht und die Moderatorin niederschießt. Vor sechs Tagen war das. Seither lebt Max inkognito auf einem schäbigen Hotelzimmer. Und nur einen einzigen Journalisten gibt es, der das weiß. Für eine Menge Geld erfährt Tom Jagosch exklusiv, was wirklich geschah mit Max, Frau Dorn und allen, die noch dabei waren. Auf der anderen Seite. Alexander Brabandt, geb. 1977 in Leipzig. Autor, Sprecher, Regisseur. Hörspiele u.a. Kein Geld, aber Stuck an der Decke (MDR 2006), Lichtgestalten (MDR 2009), Der letzte Sommer (NDR 2010).
Mittwoch 20:03 Uhr

NDR kultur

Hörspiel

Szenen mit Apfel Von Ivana Sajko Übersetzung aus dem Kroatischen: Alida Bremer Musik: Martin Schütz Regie: Simona Ryser Mit Julia Schmidt, Patrick Güldenberg, Lara Körte, Thomas Douglas, Sean McDonagh, Simon Lasker Wallfisch und Simona Ryser Schweizer Radio DRS 2010 Adam und Eva verschlucken sich an einem Apfelbissen, ein Ehepaar pflegt seinen kleinen Paradiesgarten vor dem Eigenheim, eine Stimme kommentiert das Geschehen, während die Abendnachrichten im Fernsehen die News von der Hölle ins private Idyll übertragen: jenseits der schützenden Hecke tobt der Krieg. Die Ölquellen sind gefunden, das Wasser aber rückt der Feind nicht heraus. Und plötzlichsteht der Nachbar im Garten, als wäre er der Satan persönlich, und beschwert sich über den störenden Apfelbaum. Ivana Sajko hat ihrem Stück den Anfang von John Miltons (1608-1674) epischem Gedicht ,,Paradise Lost vorangestellt, das die Geschichte von der verbotenen Frucht erzählt. Virtuos spielt der Text mit verschiedenen Mustern und Motiven, die sich aus dem Thema des verlorenen Paradieses herleiten. Gartenidylle, Eigenheim und Nachbarschaftszwist, News-Channels und Überwachungskameras, Staatsraison und privates Leben werden eng geführt mit der Metaphorik des Alten Testaments und Miltons Versen. Ivana Sajko, 1975 in Zagreb geboren, Studium an der Akademie für Dramatische Kunst in Zagreb. 1996 Gründung der Theatergruppe ,,The Project Buffalo, 2000 Gründung der Theaterorganisation ,,BAD co. Für ihre Theatertexte, die sie auch selbst spielt und inszeniert, wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Ihr erster Roman ,,Rio Bar liegt auch in deutscher Übersetzung vor. Sajko lebt als Autorin, Dramaturgin und Regisseurin in Zagreb und Istrien.
Mittwoch 20:05 Uhr

HR2

loslabern

Hörspiel von und mit Rainald Goetz Regie: Leopold von Verschuer (BR 2010) Eine Art monologisches Sprechen hebt an, es ist die Stimme des Autors, die zu hören ist. Es ist die am Mikrofon stattfindende Wiederbegegnung und. Selbstkonfrontation mit dem eigenen, Monate zuvor entstandenen und mittlerweile in Buchform vorliegenden Text. Er nimmt seinen Anfang in der Beschreibung eines initiatorischen Moments, und zwar exakt des Moments, der von der Empfindung und Denkbewegung zur Schreibaktion führt. Es ist keine Autorenlesung, die im Studio aufgezeichnet wird. Aber auch kein dramatisches Sprechen, kein Inszenieren, kein verkünsteltes Adaptieren des loslabern-Textes ins akustische Medium - und auch kein Hörspielmonolog. Die eigenen Interpretations- oder Rezitationsansätze des Autors und die im Studio gebotenen Möglichkeiten, in schmaler Differenz akustische Räume zu eröffnen, kennzeichnen das Konzept der Produktion loslabern.
Mittwoch 21:30 Uhr

Deutschlandradio Kultur

Hörspiel

Familie in Serie (45) Pension Spreewitz (RIAS Berlin) Neumann, zweimal klingeln (Radio DDR 1) Vorgestellt von Clarisse Cossais DKultur 2007/56"30 Bald feiern wir die 60. Folge von Familie in Serie. Ein Anlass, zuvor noch ein paar Perlen zu wiederholen. Heute steht Sport auf dem Programm, der in Ost und West unterschiedlich behandelt wird. Während Fußball bei den Spreewitzens als Vorwand für eine Ode an (West-)Berlin dient, versucht Vater Neumann mit aller Kraft, sich dem Brigade-Zwang zum gemeinsamen Sport zu unterziehen. Eine bewegende Folge, bei der auch die Letkiss-Fans liebevoll beglückt werden! Familie in Serie - Folge 45
Mittwoch 21:33 Uhr

MDR FIGARO

Ohne Geigen küsst man nicht

Oder: Der Klang von Babelsberg Von Daniel Finkernagel und Alexander Lück (Ursendung) Am 12. Februar 1912 fällt die erste Klappe für den Stummfilm Der Totentanz mit Asta Nielsen. Ein Mythos ist geboren: Babelsberg - die Wiege der deutschen Filmkunst. Heilige Erde so nannte der Regisseur Volker Schlöndorff den Ort, an dem der Grundstein für eine einzigartige Erfolgsgeschichte des deutschen Kinos gelegt wurde. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten gibt sich hier das Who is Who des nationalen und internationalen Films die Klinke in die Hand. Das Feature erzählt die turbulente Geschichte dieser Traumfabrik, die im Wechselbad der politischen und geschichtlichen Ereignisse oft auch Alptraumhaftes und Dramatisches durchlebte. Dazu reisen wir mit zahlreichen historischen Augenzeugenberichten, Filmausschnitten und - musiken von der Vergangenheit bis in die Gegenwart. Bedeutende Regisseure und Schauspieler erinnern sich an Filme, die zum Spiegel ihrer Zeit wurden und das Lebensgefühl ganzer Generationen transportierten. Zu Wort kommen natürlich auch Musiker, denn die Filmhits von Babelsberg hatten stets einen besonderen Klang, getreu dem Motto: Ohne Geigen küsst man nicht! Mit Volker Schlöndorff, Tom Tykwer, Angelica Domröse, Henry Hübchen, Michael Gwisdek, Frank Strobel, Klaus-Peter Beyer, Wolfgang Kohlhaase u. Regie: Daniel Finkernagel; Alexander Lück Produktion: RBB 2011
Mittwoch 22:00 Uhr