Funkhaus Europa
Innovative Clubsounds zwischen Soul und Elektronik Mit Alex Barck
Montag 01:00 Uhr
SWR2
Alles über Sally Nach dem gleichnamigen Roman von Arno Geiger Hörspielbearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann (Produktion: SWR 2012) Dieses Hörspiel steht nach der Ursendung eine Woche als on-demand-stream auf: www.swr2.de/hoerspiel Alfred und Sally sind schon reichlich lange verheiratet. Das Leben geht seinen Gang, allzu ruhig, wenn man Sally fragt. Als Einbrecher ihr Vorstadthaus in Wien heimsuchen, ist plötzlich nicht nur die häusliche Ordnung dahin: In einem Anfall von trotzigem Lebenshunger beginnt Sally ein Verhältnis mit Alfredsbestem Freund. Und Alfred stellt sich endlich die entscheidende Frage: Was weiß ich von dieser Frau, nach 30 gemeinsamen Jahren? Arno Geiger erzählt mit souveräner Realistik und komischer Härte vom Ehebruch im Zeitalter der sexuellen Freimaurerei. Es ist die Geschichte einer großen Liebe.
Sonntag 18:20 Uhr
Deutschlandradio Kultur
Die Füße der Engel Von Evelyne de la Chenelière Aus dem kanadischen Französisch von Gerda Poschmann-Reichenau Regie: Ulrike Brinkmann Komposition: Sabine Worthmann Mit Lena Vogt, Leslie Malton, Tim Grobe, Gesine Cukrowski, Trystan Pütter, Max von Pufendorf, Cristin König, Bernd Stempel, Antje von der Ahe, Konstantin Bühler, Wilfried Hochholdinger, Marie Lou Sellem, Jan Uplegger Ton: Thomas Monnerjahn SR/DKultur 2011/88"36 (Ursendung) Es soll Maries großer Tag werden, die Verteidigung ihrer Doktorarbeit Über die existenzielle Unsicherheit, anhand der Darstellung der Engel und dem Erscheinen ihrer Füße in der Kunst der Renaissance. Ein Thema, mit dem Marie ihre eigene Unsicherheit und Melancholie zu bewältigen versucht. Denn als ihr Bruder Paul sich das Leben nimmt, hinterlässt er eine traumatisierte Familie. Die ältere Schwester verlässt das Zuhause. Ihrem Sohn wird sie den Namen des Bruders geben. Marie wird mit Elternliebe und Fürsorge überschüttet. Sie will aber auf eigenen Füßen stehen und weiß nicht wie. Die Füße der Engel
Sonntag 18:30 Uhr
Nordwest Radio
JazzFest Berlin 2011 (I): The Swallow Quintet feat. Carla Bley (USA), em (D), Tomasz Stanko "LItanaia" (POL/- S/USA) Nach vier JazzFest-Jahren in Folge gab Posaunist Nils Landgren 2011 seinen Ausstand als künstlerischer Leiter des Festivals. Auch seine letzte Ausgabe erwies sich als Publikumser- folg. Der neuerliche Jahrgang wartete mit einigen renommierten Namen auf, brachte eine satte Portion New Or- leans-Groove nach Berlin und prä- sentierte diverse Künstler aus dem di- rekten Umfeld des rührigen Schwe- den. Dazu gab es einen polnischen Schwerpunkt, angefangen mit einem großen Konzertabend für den Pianis- ten und Komponisten Krzystof Kome- da. Dieser Abend wurde beschlossen von einem Sextett um den einstigen Weggefährten Tomasz Stanko. Der hatte seine reguläre Gruppe um die Saxophonisten Joakim Milder und Mark Turner erweitert. Auch das deutsche Trio em um Pianist Micha- el Wollny bezog sich in seinem neuen Programm auf Komeda. E-Bassisten- Veteran Steve Swallow trat mit einem Quintett an, in dem seine Lebens- partnerin Carla Bley als Organistin besondere Aufmerksamkeit genoss. Mitschnitte vom 3., 4. und 6. Novem- ber 2011 aus dem Haus der Berliner Festspiele. The Swallow Quintet Jazzfest Berlin 2011/Fotograf: Tom Mark)
Sonntag 20:05 Uhr
Deutschlandfunk
Elevator Blues Fahrstuhl zum Penthouse Von Markus Metz und Georg Seeßlen Regie: Uta Reitz DLF 2009 Als sich in den USA ab den 1850er-Jahren der neue absturzsichere Personenfahrstuhl schnell verbreitete, stellte er die Ordnung mehrgeschossiger Gebäude buchstäblich auf den Kopf. Und etwas verzögert etablierte sich auch in Europa eine neue vertikale Sicht, gar ein neues Vertikalbewusstsein. Aus den billigen oberen Stockwerken und Dachböden wurden exklusive Wohnungen. Die Dachkammer des armen Poeten mauserte sich zum mondänen Penthouse. Gleichzeitig brachte die enge, abgeschlossene Fahrstuhlkabine eine neue, irritierende Kombination von Intimität und Anonymität mit sich. Kein Wunder, dass das neue Krankheitsbild der Klaustrophobie auch elevator sickness genannt wurde. Eine vertikale Reise durch die Ära des Fahrstuhls mit Stationen inLiteratur und Film: Ist doch der Aufzug ein besonderer Ort der Begegnung und gleichzeitig ein exzellenter Schauplatz für Beklemmung und Horror. Elevator Blues
Sonntag 20:05 Uhr
Bayern 2
No Oil City. Briefe aus dem postfossilen Zeitalter Von Markus Metz & Georg Seeßlen. Internet: www.bayern2.de/zuendfunk Wirtschaftswachstum basiert auf steigendem Erdölverbrauch, die Erdölvorkommen sind endlich. Wann die Vorräte völlig ausgeschöpft sein werden, darüber gibt es unterschiedliche Ansichten in 30, 50, 100 Jahren. In Fachkreisen wird allerdings nicht über den Zeitpunkt diskutiert, an dem der letzten Tropfen Öl aus dem Boden geholt wird, sondern über den des Maximums der weltweiten Ölförderung, ab dem diese nur noch sinkt. Dieser Peak Oil liegt bereits hinter uns, das hat sogar die Internationale Energieagentur IEA in ihrem World Energy Outlook 2010 eingestanden. DerZündfunk Generator wirft einen Blick aus der nahen Zukunft zurück in unsere Peak Oil-Gegenwart. Mit Jörg Schindler (Gründungs- und Vorstandsmitglied der ASPO Deutschland e.V., der Association for the Study of Peak Oil and Gas) und Sophie Wolfrum (Professorin für Städtebau und Regionalplanung an der TU München)
Sonntag 22:05 Uhr
Ö1
In My Sixties - Maren Kroymann & Band. Gestaltung: Bernhard Fellinger It"s all over now möchte Maren Kroymann in einer Version bringen, in der die Stones wie die betagten Herren singen, die sie inzwischen ja sind. Und Kroymann legt ihre Stimme tiefer und gibt sich halbwegs kurzatmig. Mick Jagger und all die andern Rockstars will sie in ihrem Programm aber nicht persiflieren, eher ihr Interpretation und Sichtweise in die Lieder verpacken. Mit Anfang 60 feiert Maren Kroymann 50 Jahre Pubertät und beschäftigt sich deswegen auch mit der Musik der 1960er Jahre. Songs, die unerhörte Gefühle auslösten: erstes sexuelles Begehren, Wunsch nach Hingabe, nach Leichtigkeit und Freiheit. Lieder, die ein Leben ausmalten, das so viel bunter, wilder und schöner war, als das der prüden Eltern-Generation.
Sonntag 22:05 Uhr
SWR2 Rheinland-Pfalz
Native American Music Rock-, Blues und Punk-Fusionen Von Marlene Küster Heute erleben die Klänge der nordindianischen Native Music einen neuen Aufschwung. Es gibt verschiedene indianische Rock-, Blues- und Punk-Fusionen: Beispiel die engagierte Punk-Band Blackfire aus den drei Navajo-Geschwistern Jeneda, Klee und Clayson Benally, die aus Flagstaff, Arizona kommt. DerPueblo-Indianer Robert Mirabal aus Taos, New Mexico, verschmilzt Flöte, indianische Trommeln und Gitarre mit elektrischen Instrumenten zu einem einzigartigen Sound. Und der Gitarrist und Flötenspieler Aaron White, der von Navajo- und Ute-Indianern abstammt, ist offen für moderne, rockige Rhythmen undkreiert mit dem Flötisten Anthony Wakeman auch traditionellere Klänge.
Sonntag 23:03 Uhr
BR-Klassik
Keltische Musik in Europa - Ein wandlungsfähiges Erbe (II) Mit Marianne Bröcker In vorchristlicher Zeit besiedelten die Kelten weite Teile Europas, sie stellten sogar den größten Teil der Bevölkerung. Obwohl die Verbreitungsgebiete bekannt sind, kennen wir die Kultur dieses Volkes nur aus den archäologischen Ausgrabungen. Es lassen sich Siedlungsformen, Gesellschaftsordnungen, Handwerk und Kunsthandwerk (Schmuck) daraus erschliessen, nicht aber die anderenkulturellen Ausdrucksformen, über die dieses Volk ebenfalls verfügte. In diesem Kontextwären das die Mythen, die Dichtung und die Musik. Außer den Metallhörnern (Karnyx), die den Kelten zugeordnet werden, wissen wir nichts von ihrer Musik, ihren Liedern, ihren Instrumenten oder ihren Tänzen. Reste dieser großen Kultur existieren heute nur in einigen wenigen Sprachinseln, indenen keltische Sprachen gesprochen werden. Im ehemals keltischen westspanischen Galicia (keltischer Name) vermutet man bis heute Spuren aus dieser Vergangenheit in der heutigen traditionellen Musik. Das lässt sich aber nicht zuverlässig nachweisen. Dagegen werden in der Bretagne, in Wales, in Schottland und in Irland immer noch keltische Sprachen gesprochen, obwohl in diesen Gebietendie politischen Verhältnisse der letzten Jahrhunderte für einen ständigen Rückgang der Sprachkenntnisse sorgten. Heute versucht man, diesem Trend mitgezielten Schulungen zu begegnen. Die traditionelle Musik in den noch keltisch-sprachigen Regionen wird als Erbe der keltischen Vorfahren angesehen, vor allem, wenn die Texte in der jeweiligen keltischen Sprache gesungenwerden. Am stärksten scheint diese musikalische Tradition noch in der Basse-Bretagne (Westteil) zu sein, in der teilweise noch bretonisch gesprochen wird, während die Haute-Bretagne (Ostteil) seit Jahrhunderten französisch-sprachig ist, was sich deutlich auch in der traditionellen Musik zeigt. Nach einer Zeit der Vernachlässigung wurde diese Musik seit den 1960er-1970er Jahrendurch Enthusiasten gefördert und wieder weiter verbreitet mit dem Ergebnis, dass es heute eine große Anhängerschaft unter Musikern und Musikliebhabern gibt. In diesen Sendungen sollen die typischen Musikstile der keltischen Regionen vorgestellt werden, die Unterschiede zwischen ihnen ebenso wie die Gemeinsamkeiten sowie das veränderte Verständnis von Interpretation undArrangement durch eine jüngere Generation.
Sonntag 23:05 Uhr